Etwa drei Monate ist es her, dass Anika und ich bei Ikea unsere Wohnung aufhübschten. Fleißig wurde gehämmert, geschraubt, aufgehängt und dekoriert sowie Verpackungsmüll runtergeschafft. So richtig fertig wurden wir aber nie: Seit dieser Zeit ziert eine noch verpackte Badezimmerleuchte mit dem wunderschönen Namen "Bromölla" (übrigens benannt nach einem schwedischen Ort mit etwa 7.500 Einwohnern), die über unserem Waschbecken angebracht werden und dort die seit unserem Einzug offen liegenden und unter Spannung stehenden Kabel verdecken sollte, in ihrem Karton unsere Kommode. Nie konnte ich, dem nach Anikas Meinung als Mann im Haus diese Aufgabe alleinig obliegt, mich dazu durchringen, die kleine runde Lampe anzubringen. Heute aber war es soweit...
Mit Spannungsprüfer, Bohrmaschine, Dübeln und natürlich Bromölla bewaffnet richtete ich mich im Badezimmer ein. Die Sicherung auszuschalten war mir nicht möglich, da gerade die Waschmaschine lief. Ich beschloss, dieses Problem durch Ausschalten der Deckenbeleuchtung und damit verbundenes Unterbrechen des Stromkreises zu umgehen, hielt es aber dennoch für sinnvoll, die Spannung zu prüfen. Es stellte sich heraus, was eigentlich selbstverständlich ist: Die Kabel in der Wand haben nichts mit denen in der Decke zu tun und stehen auch bei ausgeschaltetem Licht unter Strom. Nun hätte ich einfach bis zum Ende des Waschmaschinendurchlaufs warten können, um dann die Sicherung rauszudrehen; kurz bevor ich aber mit diesem Vorhaben den Raum verlassen konnte, fiel mir etwas auf und ich nahm Bromölla aus ihrer Verpackung, um sie mir noch einmal genauer zu besehen. Dabei entdeckte ich zu meinem Leidwesen: Die Leuchte hat keinen Schalter. Man kann sie also nicht ausschalten. Sie brennt also immer, wenn sie mit Strom versorgt ist. Und wie ich gerade festgestellt hatte, war sie das immer.
Nachdem ich kurz überlegt hatte, ob es eine angemessene Option sein könnte, jeden Abend vor dem ins Bett gehen die Sicherung raus und sie morgens nach dem Aufstehen wieder rein zu drehen, entschied ich mich aus verschiedenen Gründen dagegen. Auch weitere Gehirndurchforstungen erbrachten nur wenig zufrieden stellende Lösungen. Da lag also drei Monate lang eine Lampe auf unserer Kommode, verpackt und darauf wartend, angebracht zu werden, die uns überhaupt nichts bringt, weil sie nicht ausgeht. Ich wurde plötzlich sehr traurig. Traurig, weil ich es nicht machen kann, wie einst MacGyver, der Held meiner sorglosen Kindertage. Der hätte sich aus Bedienungsanleitung und Pappverpackung einen Lichtschalter gebastelt. Aber ich bin nicht MacGyver. Und MacGyver kam auch nicht. Blöd.
Am Montag werd ich dann wohl zu Ikea. Bromölla zurückgeben. Und mich über mich ärgern. Und über MacGyver.
Mit Spannungsprüfer, Bohrmaschine, Dübeln und natürlich Bromölla bewaffnet richtete ich mich im Badezimmer ein. Die Sicherung auszuschalten war mir nicht möglich, da gerade die Waschmaschine lief. Ich beschloss, dieses Problem durch Ausschalten der Deckenbeleuchtung und damit verbundenes Unterbrechen des Stromkreises zu umgehen, hielt es aber dennoch für sinnvoll, die Spannung zu prüfen. Es stellte sich heraus, was eigentlich selbstverständlich ist: Die Kabel in der Wand haben nichts mit denen in der Decke zu tun und stehen auch bei ausgeschaltetem Licht unter Strom. Nun hätte ich einfach bis zum Ende des Waschmaschinendurchlaufs warten können, um dann die Sicherung rauszudrehen; kurz bevor ich aber mit diesem Vorhaben den Raum verlassen konnte, fiel mir etwas auf und ich nahm Bromölla aus ihrer Verpackung, um sie mir noch einmal genauer zu besehen. Dabei entdeckte ich zu meinem Leidwesen: Die Leuchte hat keinen Schalter. Man kann sie also nicht ausschalten. Sie brennt also immer, wenn sie mit Strom versorgt ist. Und wie ich gerade festgestellt hatte, war sie das immer.
Nachdem ich kurz überlegt hatte, ob es eine angemessene Option sein könnte, jeden Abend vor dem ins Bett gehen die Sicherung raus und sie morgens nach dem Aufstehen wieder rein zu drehen, entschied ich mich aus verschiedenen Gründen dagegen. Auch weitere Gehirndurchforstungen erbrachten nur wenig zufrieden stellende Lösungen. Da lag also drei Monate lang eine Lampe auf unserer Kommode, verpackt und darauf wartend, angebracht zu werden, die uns überhaupt nichts bringt, weil sie nicht ausgeht. Ich wurde plötzlich sehr traurig. Traurig, weil ich es nicht machen kann, wie einst MacGyver, der Held meiner sorglosen Kindertage. Der hätte sich aus Bedienungsanleitung und Pappverpackung einen Lichtschalter gebastelt. Aber ich bin nicht MacGyver. Und MacGyver kam auch nicht. Blöd.
Am Montag werd ich dann wohl zu Ikea. Bromölla zurückgeben. Und mich über mich ärgern. Und über MacGyver.
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